Hervorgehobener Artikel

Trainingslager Eberbach – jetzt geht’s richtig los

In der letzten Wochen haben wir uns mit dem gesamten Team zusammengefunden, um gemeinsam in die zweite Saisonhälfte zu starten. Auf dem Programm standen vor allem viele Grundlagenkilometer, aber aufgrund der Gegebenheiten im Odenwald auch ein sehr kraftorientiertes Training.

Nach drei ruhigen und entspannten Trainingswochen nach dem Ironman in Frankfurt war es genau der Startschuss, den ich für die Vorbereitung auf Hawaii brauchte. Es war ein sehr gute und intensive Trainingswoche mit den Jungs und es war deutlich zu spüren, welchen Vorteil eine solche Trainingsgemeinschaft mit sich bringt. Einer motiviert den anderen und die Frage, ob man vielleicht doch mal irgendwo abkürzt stellt sich gar nicht. Ganz im Gegenteil, jeder ist motiviert voll mitzuziehen und so kommt es dann doch eher zu der einen oder anderen Extraschleife. Dennoch bringt es natürlich nichts einfach nur draufzuhauen, getreu dem Motto “viel hilft viel und mehr hilt noch mehr”. So haben wir uns im Vorfeld zusammengehockt und die Planung für eine erfolgreiche Woche vorgenommen. Einzelheiten werden natürlich nicht verraten, aber so ein paar ekelhafte Einheiten ware schon dabei, wenn ich nur an ein sehr intensives und überlanges Koppeltraining denke;-)

Wir sind auf jeden Fall alle sehr gut und gesund durch die Woche gekommen. Ich kann nach dieser Woche gut einschätzen wo ich in etwa stehe und woran ich speziell für Hawaii noch arbeiten muss. Das wichtigste was ich aus der Zeit in Eberbach allerdings mitgenommen habe, war jede Menge Spass am Training und das ist letztlich die größte Motivation. Ich habe so richtig Bock mich mit allem was ich habe auf die Weltmeisterschaften vorzubereiten und bin fest entschlossen, es in diesem Jahr besser zu machen als bisher. Na gut, da gehört nicht viel zu, soll also heissen, ich will diesmal richtig die Sau rauslassen.

Power on!

Keule

Trainingslager Mallorca

Traininigslager Mallorca

Die Hawaii Vorbereitung läuft auf Hochtouren. Ich bin seit gut zwei Wochen auf Mallorca und habe mich, wie bereits im April, wieder im Hotel Viva Blue an der Playa de Muro niedergelassen. Hier sind die Bedingungen perfekt und schließlich hat die Vorbereitung auf den Sommer-Ironman in Frankfurt  ja auch ganz gut hingehauen, also warum sollte es für Hawaii nicht auch passen.

Kurz nach Ankunft habe ich hier vor Ort noch einen kleinen Wettkampf mitgenommen. In Palma fand erstmals der Wild Wolf Triathlon über die Olympische Distanz statt. Es war ein schöner Wettkampf vor einer tollen Kulisse und einem deutlichen Sieg. So ging es dann voll motiviert mit dem richtigen Einstieg ins Trainingslager.

Jetzt ist das Camp schon wieder fast rum und gaz ehrlich, meinetwegen kann es langsam losgehen. Das Training mit Timo und Horst lief gut, meine Form ist stabil und die Hausaufgaben für Hawaii sind gemacht. Jetzt werde ich morgen noch kutz nach Menorca rüberjetten, um dort an der Halbdistanz beim Extrememan teilzunehmen. Dort treffe ich zwar auf starke internationale Konkurrenz, unter anderen ist ein Olympiastarter dabei, der amtierende spanische Meister über die Langsdistanz hat gemeldet und mal sehen wer noch so kommt. Ich möchte eigentlich nur nochmal unter Wettkampfbedingungen trainieren und einige Dinge für den Saisonhöhepunkt auf Hawaii ausprobieren.

Trotz der harten Vorbelastung des Trainingslager mit 40h Training pro Woche, hoffe ich auf einigermaßen gute Beine, die mich konkurrenzfähig machen.

 

Frankfurt City Triathlon

Mit dem Frankfurt City Triathlon habe ich am Sonntag die zweite Saisonhälfte eingeleutet. Nach drei ruhigen Wochen geht es wieder richtig los, was bietet sich da mehr an, als die Rohre auf einer Kurzdistanz mal richtig durchzublasen.

Auch wenn die Beine noch etwas müde waren, der Körper das Idealgewicht noch nicht erreicht hat und vor allem die schnellen Einheiten im Vorfeld gefehlt haben, bin ich wirklich  zufrieden mit meinem Rennen. Ich bin von vorne bis hinten komfortabel durchgekommen, hatte ein ordentliches Gefühl und war auch nicht so ganz langsam. Mein gemeinsames Rennen mit Timo Bracht vom Schwimmstart weg bis ins Ziel war eine gute intensive Einheit auf die sich aufbauen lässt. Ein odentlicher sechster Platz, wenngleich natürlich in Richtung Hawaii mehr kommen muss. Glückwunsch an Sebastian Kienle, der  das Rennen souverän vor Kurzdistanzspezialist und Olympiateilnehmer Christian Prochnow gewann.

Auf dem Weg nach Kona

Drei Wochen sind seit dem Ironman in Frankfurt inzwischen vergangen. Mein Körper hat sich gut erholt, ist wieder zu Kräften gekommen und nun bereit für die zweite Saisonhälfte. Schon am Wochenende steht mit dem Frankfurt City Triathlon das nächste Rennen an und egal wie die Form ist, ich freue mich riesig darauf nach Frankfurt zurückzukehren.Danach geht es direkt weiter in ein erstes kurzes Trainingslager im Odenwald und schon sind wir drin, in Mitten der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii.

Ich werde euch auf dem Weg dorthin immer auf dem neuesten Stand halten, aber jetzt heisst es erstmal back2training.

I

2. Platz beim IRONMAN in Frankfurt

Ironman Germany 2013: Es hat ein wenig gedauert bis ich das Rennen vom letzten Sonntag verarbeitet habe, aber jetzt möchte ich euch alle noch einmal daran teilhaben lassen. Wenn ich ganz ehrlich bin, war das Gefühl schon am Morgen gut. Ich den Tag vor dem Rennen stundenlang zu Fuß unterwegs und vielleicht habe ich gerade deswegen super geschlafen. Auch wenn die Nacht vor einem Ironman immer kurz… ist, fühlte ich mich nach fünf Stunden Schlaf ausgeschlafen und hellwach. Was dann vor einem Start noch so ansteht, geht ganz fix, kurzes Frühstück, Wettkampfbekleidung einpacken,ab zum Start, das Fahrrad nochmal checken, den Neo an und schon kann es losgehen. Beim Schwimmstart habe ich mich an der Seite von Eneko Llanos aufgehalten und saß von Beginn an sicher in der ersten großen Spitzengruppe. Während der ersten Disziplin änderte sich auch nicht viel, so dass wir mit 22 Athleten gemeinsam aus dem Wasser stiegen. Auch beim Wechsel blieb alles dicht beisammen. Es formierte sich eine riesige Führungsgruppe, in der zunächst Marino Vanhoenacker  die Initiative ergriff und sich allein absetzten konnte. Wohlwissend das Marino ein absoluter Ausnahmeathlet auf dem Rad ist, hab ich nicht mal dran gedacht mitzufahren- vor allem nicht zu einem so frühen Zeitpunkt. Ich wollte erstmal schauen wie sich die Beine so anfühlen und verhielt mich in der ersten Rennstunde eher defensiv, ehe es dann so langsam zur Sache ging. Nach etwa der halben Distnanz, lösten wir uns in einer 6-köpfigen Gruppe vom Rest des Feldes und nahmen die Verfolgung von Marino auf und setzten uns gleichzeitig deutlich von unseren Verfolgern an. Mein Gefühl auf dem Rad war brillant, mein Giant Trinity lief besonders auch den schnellen Passagen perfekt und ich wusste, wenn ich mit Eneko Llanos, Andi Böcherer und Pete Jacobs mithalten kann, dann muss sie Form gut sein. Marino erwies sich einmal mehr als Ausnahmekönner auf dem Rad und vergrößerte seinen Vorsprung bis zum zweiten Wechsel auf etwa 5min. Das sah natürlich erstmal nach einem ordentlich Polster aus und da er auch ein erstklassige Läufer ist, waren wir gehörig unter Zugzwang.  Aus Unsere kleinen Gruppe wechselte Eneko am schnellsten, ich konnte mich aber schnell an seine Fersen heften und die erste von vier Laufrunden mit ihm gemeinsam absolvieren. Bis dahin hatten wir den Rückstand auf Marino bereits halbiert und es deutete alles darauf hin, das er große Probleme hatte beim Laufen. Was in diesem Moment mit mir geschah, kann ich gar nicht so richtig beschreiben. Zu diesem Zeitpunkt waren Eneko und ich schon schnell unterwegs, aber als ich merkte ich könnte das Rennen vielleicht sogar anführen, brannte irgendwie eine Sicherung durch und ich erhöhte nochmal das Tempo. Schnell konnte ich den Spanier um 30 Sekunden distanzieren und Marino bei Kilometer 10 überholen. Ein sensationelles Gefühl, was mich um so mehr pushte und mich über meinen Verhältnissen laufen lies. Die ersten 10km in etwas mehr als 36min ist schon ziemlich bescheuert und als ich das realisierte, hab ich mich über mich geärgert. So etwas darf nicht passieren, da muss ich ruhig bleiben, eine Sache die man von niemandem besser lernen kann, als von Eneko. Immer wieder gewinnt er seine Rennen durch sein smartes und zurückhaltendes Verhalten. Eines muss ich allerdings vorweg nehmen, hinterher ist man immer schlauer und deswegen sage ich mal, ich habe unbewusst alles richtig gemacht, denn bei km 10,4 auf der Laufstrecke gab es die Timex Prämie, von der ich gar nichts wusste – und Eneko hätte mit großer Wahrscheinlichkeit an diesem Tag nicht knacken können. Wie auch immer, ich habe zwar die zweite Hälfte des Marathons gelitten, aber mich nie aufgegeben. Großen Anteil daran haben die vielen Freunde, die Familie und die Zuschauer an der Strecke. Aber der genialste Moment war ganz sicher der, als ich als zweitplatzierter rechts auf den Römer abbog. Ein unglaubliches Gefühl, wenn die so viele Menschen zujubeln, in diesem Moment will man eigentlich nur noch den Pausenknopf drücken und den Moment einfrieren. Ich bin jetzt einfach sehr zufrieden mit mit und meiner Leistung, denn spätestens jetzt sollte doch jeder merken, das ich auch bei den “Großen” mitspielen kann. Wenn ihr von mir irgendwelche großspurigen Ansagen erwartet, muss ich euch leider enttäuschen denn eine Ankündigung, dass ich jetzt irgendwann den Weltrekord angreifen will, Hawaii gewinnen oder was auch immer, gibt es von mir nicht. Was ich aber versprechen kann, es ist bei mir noch ne Menge Luft oben und dann sind noch einige Erfolge möglich. Ich möchte mich nochmals für die großartige Unterstützung des Frankfurter Publikums bedanken, bei meiner Familie und Freunden, die des öfteren auf mich verzichten müssen und natürlich bei meinen Sponsoren:Power Horse, Gianz,Ladival, Rudy Project, ENVE, Saucony, X-Bioinic, Jentschura, Sailfish, Zoggs, Squeezy – habe hoffentlich niemanden vergessen. Jetzt volle Kraft voraus in Richtung Hawaii. Wir sehen und hoffentlich bald mal wieder, wer eine schöne Veranstaltung sucht, der schaut doch gerne in meiner Heimat vorbei, dort treffen wir uns am 31.08./01.09. wieder,am schönen Maschsee in Hannover!

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